15.06.23, Frieden kriegen: „Sicherheit NEU denken“!

Ein positives Szenario für nachhaltige Sicherheit und Frieden, statt kurzfristige, gewaltfördernde militärische Sicherheit

Do 15.06.23, 19.00 – 21.00 Uhr
Gemeindehaus St. Markus, Beethovenstraße 1, 92637 Weiden
Referent: Hubert Heindl, www.universityofpeaceinafrica.org
5€

Die Methodik des „Kalten Krieges“, der Aufrüstung in ein „Gleichgewichts des Schreckens“, der atomaren und digitalen Kriegsführung haben Sicherheit und Frieden in der Welt und unter den Ländern nicht entstehen lassen. Unter dem Eindruck des internationalen Terrorismus, des Scheiterns des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr und des russischen Angriffs auf die Ukraine entwickelt die Regierungskoalition in dieser Legislaturperiode erstmals eine „Nationale Sicherheitsstrategie für Deutschland“. Das aber auf welcher gesellschaftlichen und strategischen Basis?

Die Veranstaltung stellt das Szenario „Sicherheit NEU denken!“ vor, das aus einem Synodenbeschluss der Badischen Landeskirche 2017 entstanden und inzwischen in eine breite bundesweite kirchliche und gesellschaftliche Kampagne gemündet ist. In 5 gesellschaftlichen und politischen Feldern zeigt es, wie gemeinwesenorientierte, sozialbasierte Sicherheit auf den Grundfesten einer humanitären Friedenslogik eine kurzfristige gewaltbasierte, militärisch erzwungene Sicherheit ersetzt. Die Diskussion will mithelfen, angesichts der scheinbar alternativlosen Kriegs- und Waffenlogik, über den Tellerrand zu blicken und Engagement für Frieden und Gerechtigkeit nicht zu verlieren und neu zu entdecken.

Zum Referenten:
Hubert HEINDL, aus Regensburg, ist Soziologe und Erwachsenenpädagoge und mit zahlreichen Auslandseinsätzen der Entwicklungszusammenarbeit seit 30 Jahren in internationalen Friedens- und Versöhnungsprojekten beruflich engagiert. Dazu führt er aus Regensburg die Entwicklung-Agentur für Projektberatung, Training und Evaluierung (APTE). Er ist Mitbegründer der „Friedensuniversität Afrika“ und Direktor des internationalen Programms INOVAR zur gewaltfreien Konfliktintervention in Kriegsländern. Als Aktiver in der bundesweiten Kampagne „Sicherheit Neu Denken“ engagiert er sich, damit Menschen und Initiativen der Zivilgesellschaft sich nicht von scheinbar alternativlosen Kriegsgeschehen entmutigen lassen.