03.12.20, Gewissen – Verantwortung – Widerstand

Widerstand und ziviler Ungehorsam

Übergeordnete Veranstaltung: 08.10.2020, Gewissen – Verantwortung – Widerstand

Do 03.12.20, 19.00 – 21.00 Uhr
Paulaner-Gemeindehaus, Paulanerplatz 13, 92224 Amberg
Referent: Dr. Klaus Hoffmann
2 € p.A. / 5 € für die gesamte Reihe, frei mit Hörerausweis
Anmeldung: EBW Oberpfalz, ebw.oberpfalz@elkb.de oder 09621 496260

Widerstand gegen die Obrigkeit – gibt es ein Recht hierzu und wenn ja unter welchen Umständen und mit welchen Mitteln? Gibt es u.U. sogar eine Pflicht hierzu? Hierüber wird seit der Antike („Tyrannenmord“) diskutiert. Die Frage erhielt in der NS-Zeit besondere Aktualität. Laut Grundgesetz gibt es ein Recht auf Widerstand gegen jeden, der es unternimmt, die verfassungsrechtliche Ordnung als solche zu beseitigen. Ist dann umgekehrt jeder weitergehende Widerstand ausgeschlossen (gegen staatliche Maßnahmen, die im Rahmen der verfassungsgemäßen Ordnung getroffen wurden)? Ist es doch Grundlage des demokratischen Rechtswesens, dass die Mehrheitsentscheidung von allen akzeptiert wird? Andererseits wird der bewusste Gesetzesverstoß, um sich gegen staatlichen Maßnahmen zu wehren, der „zivile Ungehorsam“ auch in der Demokratie als Mittel zur Teilhabe an der Entscheidungsfindung angesehen und praktiziert, denkt man etwa an Gorleben und Wackersdorf, an „Stuttgart 21“, an „Fridays for Future“ oder an die Proteste gegen „Coronamaßnahmen“. Lassen sich hier Regeln aufstellen? Wie weit darf ein „Wutbürger“ gehen? Darf der Staat bei Sanktionen gegen die Gesetzesverstöße nach der Motivation differenzieren, etwa ob ein Klimaaktivist der Schule fernbleibt oder ein Pegidaanhänger?

Wenn Sie zu uns kommen, dann liegen uns Ihr Schutz und der unserer Mitarbeitenden am Herzen. Daher bitte wir um vorherige Anmeldung und Beachtung unseres Hygieneschutzkonzeptes