17.05.22, wird verschoben – Von Nürnberg nach Den Haag

Völker(straf)recht und seine Anwendung

Di 17.05.22, 19.00 – 21.00 Uhr
Paulaner-Gemeindehaus, Paulanerplatz 13, 92224 Amberg
Referent: Dr. Otto Böhm
5€
Anmeldung: EBW Oberpfalz, ebw.oberpfalz@elkb.de oder 09621 496260
EBW Oberpfalz

Die ersten Maßstäbe für eine internationale Strafverfolgung von staatlichen Makroverbrechen wurden in den Nürnberger Prozessen gegen Hauptverantwortliche für die Verbrechen des NS-Regimes 1945 – 1949 gesetzt. Ein halbes Jahrhundert später, am 1. Juli 2002 wurde dann tatsächlich ein permanenter Internationaler Strafgerichtshof für Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen in Den Haag geschaffen. Aus dem anfänglichen Optimismus ist nach 20 Jahren eine umfassende Ernüchterung geworden. Im ersten Teil des Vortrages werden kurz die juristischen, politischen und moralischen Grundlagen und Probleme des Völkerstrafrechtes dargestellt. Im aktuellen Teil werden die Konflikte in der internationalen Strafverfolgung vor allem mit den Vereinigten Staaten, mit Russland und mit den afrikanischen Staaten zur Sprache kommen. Das abschließende Stichwort „Staatsverbrechen in Syrien“ kann dann der Auftakt zur Diskussion sein.

Dr. Otto Böhm, Nürnberg/Schwabach; Studium der Erziehungs- und Politikwissenschaften; Berufstätigkeit im Verlag Nürnberger Presse, zuletzt als Leiter der Mediendokumentation, 1989 Mitbegründer des Nürnberger Menschenrechtszentrums, seitdem dort in der historisch-politischen Menschenrechtsbildung aktiv; am Memorium Nürnberger Prozesse von Beginn an (2010) als Referent mit Seminaren und Vorträgen zur Strafverfolgung von Verbrechen gegen die Menschenrechte engagiert.

Die Veranstaltung kann auch online wahrgenommen werden