27.09.24, Home in between

Untertitel:"Wenn alle Menschen Heimat in sich selbst fänden, gäbe es keine Kriege mehr."

Fr 27.09.2024, 19.00 Uhr
Amberg
Sängerin, Performerin, Moderat:Reinhild Kuhn, Thomas Holzhausen
kostenfrei

In den Liedern unseres Programms findet sich eine universelle Sehnsucht nach „Heimat“, nach dem „zu Hause sein“. Die universell verständliche Sprache der Musik bringt diese Sehnsucht unmittelbar zum Ausdruck. Die Musik verwischt die Grenzen, der allen Menschen innewohnende Wunsch nach einer Heimat wird erfahrbar.
Dabei spielen wir keine „Heimatlieder“, sondern Lieder über „Heimat“ in verschiedensten europäischen Sprachen. Die Stücke werden nicht einfach nachgespielt, sondern im kreativen Prozess aufgelöst und zu etwas neuem zusammengefügt. Der Inhalt der Texte wird durch die Musik neu und anders hörbar. Wir finden dabei unsere eigene musikalische Sprache, in der wir uns zu Hause fühlen und den Liedern eine neue Heimat geben.
Man könnte sagen: Wir schaffen uns unser eigenes Zuhause in der Musik und geben damit unserem Publikum ein Gefühl von Heimat. Dementsprechend suchen wir besonders Orte, die von sich aus ein Heimatgefühl geben, wo man über die Musik hinaus ins Gespräch kommt. Also Orte der Kommunikation und des Austauschs. (Schlagworte: Kultursalon – essen/trinken, Verwalterhaus – heimatlich)
Das Publikum wird während des Konzertvortrags eingebunden, es ist eingeladen, mitzusingen. Uns ist diese Erfahrung von Gemeinsamkeit mit dem Rest des Publikums äußerst wichtig. Für Konzerte außerhalb Deutschlands wollen wir zumindest ein Lied finden, welches das Publikum vor Ort mitsingen kann.

Den Rahmen des Konzertes geben Geschichten, in denen auf humorvolle oder nachdenkliche Weise ein Ausblick auf das Thema des folgenden Liedes gegeben wird.
Die Moderationen sind damit ein wesentlicher Bestandteil des Konzertes. Sie sind persönlich, inspiriert durch eigene Erlebnisse und Erfahrungen. Durch diesen Rahmen stellen wir die Stücke in einen gemeinsamen Raum, bringen sie quasi in eine nachbarschaftliche Beziehung. Dabei versuchen wir, den Liedern mit Respekt zu begegnen, denn letztlich sind wir zu Gast in ihnen.
Was nimmt das Publikum am Ende des Abends mit nach Hause?
Wir wollen den Besucherinnen und Besuchern zunächst einmal viele neue, schöne Lieder und Geschichten mitgeben, die in ihnen nachwirken und ihren Alltag bereichern. Die sinnliche Erfahrung vom Bekannten im Unbekannten soll neue Impulse setzen und gedankliche Prozesse in Gang setzen. Was bedeutet „Heimat“ für mich? Was bedeutet „Fremde“, was sind „Grenzen“? Wie kann Heimat zur Fremde und Fremde zur Heimat werden?
Die fremde Sprache der Lieder mag erst einmal unverständlich und fremd sein, drückt aber etwas Bekanntes aus, das einen Widerhall erzeugt. Die Hörenden erkennen sich wieder in der Musik, sie erfahren mehr über sich und ihre Mitmenschen.